Privatssphäre, Sicherheit und Berechtigungen unter Android im Griff

by Peter | 20. February 2014 23:06

Seit der Übernahme von Whatsapp durch Facebook[1] ist die Sicherheitswahrnehung und der Schutz der Privatsphäre wieder in den Vordergrund gerückt.

Manche Apps verlangen viel zu viele Berechtigungen, die eigentlich gar nicht benötigt werden, bzw auch anderweitig von den Apps eingesetzt werden können. Wenn man eine App installieren will, wird einem noch mitgeteilt, welche Berechtigungen die App haben will. Tja aber das ist alles, es ist eine Mitteilung, entweder man erlaubt alle Berechtigungen oder man kann die App nicht installieren. Für Android gibt es hier Abhilfe…

Xprivacy[2]Wer CyanogenMod auf seinem Gerät hat, der hat diese Funktion schon ins System implementiert. Für alle anderen gibt es ein Xposed Framework names Xprivacy[3]. Alles was ihr dazu braucht ist lediglich root-Zugriff auf eurem Smartphone.

Was ist Xposed Framework eigentlich? Also ich erkäre das mal so, es läuft als eine Art Zwischeninstanz auf eurem Androiden. So müssen für jegliche Systemmodifikationen keine Datein oder Apps verändert werden. Diese bleiben alle wie sie sind und die Anpassung findet über Xposed Framework statt. Für dieses kann man sich verschiedene Module herunterladen und unter anderem auch Xprivacy. Entweder direkt bei den XDA-Developern oder wenn man Xposed schon installiert hat, einfach dort im Repository.

Ich nutze dieses Modul schon seit längerem und es funktioniert soweit einwandfrei. Ihr könnt damit den Apps die verschiedensten Berechtigungen entziehen. Jedoch ist vorsicht geboten. Wenn man dem Browser z.B. den Internetzugriff entzieht, dann kann man natürlich nicht mehr browsen. Aber ihr könnt aber für die meisten Apps einstellen, dass diese nicht eure IMEI-Nummer auslesen können, weil diese im seltensten Fall gebraucht werden.

Es ist immer eine kleine Spielerei und müsst ihr auch nach eigenem Einsatz etwas abschätzen. Wenn ihr bei Whatsapp die Ortungsdienste entzieht, könnt ihr von der App nicht mehr geortet werden, jedoch könnt ihr auch keinen Standort mehr versenden in Whatsapp. Ich habe dieses Standort versenden glaube ich nur ein einziges Mal benutzt und das war auch nur ein Test.

Für sicherheitsbewusste Anwender definitiv ein Muss. Wer jetzt noch überlegt sein Gerät zu rooten, dem sei gesagt, dass das Sicherheitsrisiko ohne root mindestens genauso hoch, wenn nicht höher wie mit root ist.

Damit eine App root-Zugriff erhalten kann, muss das immer von euch zuvor bestätigt werden. Gibt es ein Update für eine App, dann müsst ihr für das Update den Zugriff wieder bestätigen. Dies sorgt dafür, dass ihr relativ sicher seit. Einen hundernprozent Schutz gibt es nicht, aber es ist daher genauso gut möglich das Schadsoftware euer Gerät rootet, wenn es noch nicht von euch gerootet wurde und dann kommt auch keine Abfrage. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Endnotes:
  1. Whatsapp durch Facebook: https://mobtivity.com/facebook-kauft-whatsapp/
  2. [Image]: https://mobtivity.com/wp-content/uploads/2014/12/Xprivacy.png
  3. Xprivacy: http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=2320783
Peter
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I'm using multi-billion dollar satellites to find "tupperware" in bushes.

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