[Review] Jabra GO 6470 Bluetooth-Headset: Basisstation mit Touchscreen

[Review] Jabra GO 6470 Bluetooth-Headset: Basisstation mit Touchscreen
April 24 16:32 2012 Print This Article

Endlich ist es hier, das Jabra Go 6470. Als ich das Packet in den Händen hielt wusste ich zuerst nicht was es war. Es war eine große Box und ich dachte Jabra schickt nur das Headset mit der Basisstation, so groß kann das nicht sein. Aber nach dem öffnen dann tatsächlich, es war das Jabra Go 6470. In der Box befand sich mehr als nur das Headset und die Basiststion, sondern noch ein ganzer Stoß an Zubehör…

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Im Lieferumfang befindet sich

  • Die Basisstation mit Touchdisplay
  • Jabra Go 6400 Series Headset
  • Kopfbügel für das Headset
  • 2 verschieden Ohrbügel
  • 3 verschieden große Aufsätze für das Ohrstück am Headset
  • ein Netzteil für die Basistation
  • eine Reiseladestation für das Headset (gleiche wie das Jabra GO 6430) inklusive USB-Bluetooth Adapter Jabra Link 350,der im Ladegerät verstaut werden kann
  • ein Netzteil für das Reiseladegerät
  • microUSB Kabel zum Verbinden der Minidockingstation oder der Basisstation mit dem PC/Laptop
  • RJ-11 Kabel zum Verbinden der Basisstation mit dem Tischtelefon
  • CD-ROM mit Jabra PC Suite und digitalem Benutzerhandbuch
  • Quickstartguide
  • kleine Tragetasche

 

Hier ein Link zu erhältlichem Zubehör von Jabra.

 

Dieses Setup ist hauptsächlich für Vieltelefonierer im Büro und/oder unterwegs gedacht. Da man mit der Minidockingstation und dem Headset eine kleine und handliche Lösung für unterwegs auf Geschäftsreisen oder Besprechungen hat. Der Hit an dieser Kombo ist aber eher die Basistation mit Touchdisplay. Diese dient nicht nur als überdimensionierte Ladestation mit grafischer Statusanzeige, nein diese Station steuert das Office-Setup. Gesteuert und verbunden kann diese Einheit zeitgleich mit einem Mobiltelefon, PC oder Laptop (Softphone) und nahezu jedem Tischtelefon. Jetzt denkt man sich natürlich, das muss ein riesen Konfigurationsaufwand sein, aber nein ganz im Gegenteil. Das Setup ist ziemlich intuitiv und mit Hilfe der Anleitung auf dem Touchbildschirm auch schnell erledigt. Bei mir war das ganze Setup in wenigen Sekunden eingerichtet und Betriebsbereit.

 

Basisstation

Das 2,4″ Touch-Display mit QVGA-Auflösung, lässt sich hochklappen für besten Betrachtungskomfort und zeigt alle relevanten Statusmeldungen an. Aber das Display ist nicht nur ein passiv Element, nein ganz im Gegenteil, es kann aktiv genutzt werden um Einstellung zu verändern, man kann den Betriebsmodus (Mobiltelefon, Tischtelefon oder Softphone) durch klicken auf das jeweilige Symbol ändern, es lassen sich auch direkt über das Touchdisplay Nummern wählen, Gespräche annehmen und beenden. Eine erweiterte Konfiguration ist über die mitgelieferte Jabra PC Suite möglich. Dort erhält man eine Übersicht über alle Funktionen und kann diese nach belieben einstellen. Zum Touchdisplay möchte ich noch sagen, es ist schon einiges an “Druck” erfoderlich, damit das Display die Eingabe erkennt. Die Scharniere des Displays sind aber stabil gebaut und halten dem erhöhten Druck ohne weiteres Stand ohne zurückzuklappen.

Einziger Nachteil bei diesem System ist, falls kein entsprechendes Tischtelefon vorhanden ist, den Hörer erst noch selbst abnehmen muss um mit dem Headset das Gespräch annehmen zu können. Jabra bietet dafür den GN-1000, der einfach am Telefon montiert wird und beim drücken der Annahme-Taste, den Telefonhörer anhebt. Falls bereits ein Telefon mit entsprechender Mechanik vorhanden ist oder der GN-1000 verwendet wird, muss in der PC Suite unter “View” das Feld “Advanced View” aktiviert werden. Jetzt kann man im Reiter “Desk Phone” den entsprechenden Lifter auswählen.

Desweiteren arbeiten fast alle neueren und bekannten Telefoniesoftwares auf dem PC mit dem Jabra-System zusammen. Besonders Skype und Lync sind das große Einsatzgebiet hier. Wer nach der Installation der PC Suite und der Skype Treiber in Skype eine Fehlermeldung erhält, dass “JabraSkypeDriver” mit Skype zu kommunizieren versucht und man die Anwendung neustarten soll, dem sei gesagt, dass der Neustart von Skype wahrscheinlich nicht reicht. Ich musste meinen kompletten PC neustarten. Danach Skype gestartet und Skype fragt ob man JabraSkypeDriver erlaubt auf Skype zuzugreifen. Einfach mit Erlauben bestätigen und fertig. Sollte jetzt problemlos funktionieren.

 

Technische Details zur Basisstation:

  • Abmessung: 160mm x 94mm x 82mm
  • Display: 2,3 Zoll TFT-Display mit QVGA Auflösung
  • Ladestation: passend für die GO-Headset Serie
  • Audio: integrierte Lautsprecher für die Wiedergabe von Ruftönen und Audiorückmeldungen
  • Anschlüsse: RJ-11 für Hörer, RJ-11 für Telefonapparat oder Headsetanschluss, RJ-45 für AUX (elektronische Rufannahme oder Hörerlifter GN-1000), microUSB (für PC Verbindung und Konfiguration) und Netzstecker.

 

 

Headset

Einige Worte zum Headset selbst. Es ist deutlich größer als andere herkömliche Bluetooth Headsets, aber ich finde das nicht weiter störend, auch das Gewicht von ca 18g fällt kaum auf. Durch die mitgelierferten Ohrbügel und Ohrkapseln, lässt sich das Headset einfach für besten Tragekomfort anpassen. Ob man das Headset jetzt mit einem Ohrbügel verwenden möchte oder dem mitgelieferten Überkopfbügel bleibt jedem selbst überlassen. Ich persönlich finde den Überkopfbügel besonders praktisch wenn man im Büro sitzt und dort arbeitet. Aber auch der Wechsel zwischen beiden Varianten ist kein problem. Einfach den Ohrbügel herausziehen und das Headset in den Bügel klipsen. Geht schnell und bequem ohne große Probleme. Desweiteren findet das Headset in jeder Konfiguration Platz in der Basisstation um geladen zu werden.

Das Besondere an dem Headset ist, dass es sehr intuitiv zu bedienen ist. Es gibt eine Multifunktionstaste am oberen Ende, mit der man Gespräche beginnen, beenden oder makeln kann. Desweiteren dient diese  noch zum Aktivieren der Spracheingabe auf dem Mobiltelefon oder um das Headset ein- und auszuschalten.

Für die Lautstärkeregelung hat sich Jabra etwas sehr intuitives ausgedacht, wischt man mit dem Finger über das schwarze Touchpanel nach oben erhöht sich die Lautstärke und nach unten verringert sie sich. Mit zweimaligem tippen auf das Panel wird das Mikrofon stumm geschaltet. Lautstärke und Mikrofonstatus werden auch auf dem Display der Basisstation angezeigt.

Eine kleine LED am oberen Ende gibt Aufschluss über den Betriebszustand des Headsets. Genau Infos zu den Blinkcodes findet man in der Bedienungsanleitung.

 

Technische Details zum Headset:

  • Trageformen: Ohrbügel, Überkopfbügel oder Nackenbügel (optionales Zubehör)
  • Abmessungen: 18mm x 76mm x 22,5mm
  • Gewicht: <18g
  • Akku: Li-Ion Akku mit 125mAh
  • Gesprächszeit: bis zu 6 Stunden
  • Standbyzeit: mindestens 100
  • Bluetooth: BT2.1 mit den Profilen Headset (HSP 1.1), Freisprecheinrichtung (HFP 1.5), Geräteidentifizierung (DIP 1.3)
  • Mikrofon: Dualmikrofon mit Noise-Blackout
  • Steuerung: Multifunktionstaste und Touchpanel

 

Sprachqualität

Die Sprachqualität der 6400er Serie ist hervoragend, egal ob über Skype oder (Mobil-)Telefon. Dank des eingebauten Dual-Mikrofons mit “Noise-Blackout” Geräuschunterdrückung. Mit Hilfe der eingebauten DSP-Geräuschunterdrückung und Audio-Protection (Intelli-Tone) wird versucht die Gesprächslautstärke immer auf gleichem Level zu halten und es werden störende Geräuschspitzen herausgefiltert um das Gehör zu schützen.

 

Reiseladegerät und Jabra Link 350 Bluetooth Adapter

Wer unterwegs ist für einen Termin oder auf einer längeren Geschäftsreise, für den ist das Reiseladegerät im Lieferumfang enthalten. Es dient lediglich dazu das Headset zu laden, egal wo man gerade ist. Anschliessen kann man das Reiseladegerät mit dem im Lieferumfang enthaltenen Netzteil mit microUSB Anschluss oder über das microUSB Kabel und dann über den Laptop. Optional ist auch noch ein KFT-Ladegerät erhältlich. Der besondere Clou am Reiseladegerät ist, das auf der Unterseite gleich noch der Jabra Link 350 USB-Bluetooth Adapter Platz findet und somit nicht verloren geht.

Mit diesem Adapter kann man das Headset auch Unterwegs mit dem Laptop verbinden und die installierten Softphones wie Skype oder Microsoft Lync nutzen. Vor der ersten Inbetriebnahme sollte die Jabra PC Suite auf dem Laptop installiert werden. Die komplette Konfiguration des Jabra Link 350 wird über die mitgelieferte PC Suite getätigt. Dort lassen sich alle relevanten Einstellungen wie bei der Basisstation vornehmen.

Das Headset selbst lässt sich auch mit dem eingebauten Bluetooth des Laptops pairen ohne den Jabra Link 350, aber es stehen dann nur die Standard Headset Profile zur Verfügung und man muss auf das Smartphone Management verzichten.

Technische Details zum Reiseladegerät:

  • Abmessungen: 34mm x 83,5mm x 26,5mm
  • Aufbewahrungsfächer: ein Fach für das Jabra Go Headset und auf der Unterseite ein Fach für den Jabra Link 350
  • Nennleistung: 5V/500mA
  • Anschluss Stromversorgung: microUSB

 

Technische Details zum Jabra Link 350 USB Bluetooth Adapter:

  • Abmessungen: 18,5mm x 53mm x 7,7mm
  • Computeranschluss: Standard USB
  • Bluetooth: BT 2.1, Klasse 1 mit den Profilen Headset (HSP 1.1), Freisprecheinrichtung (HFP 1.5), Geräteidentifizierung (DIP 1.3)
  • Bluetooth Pairing Tabelle: max 8 “trusted”  Geräte und 2 parallele Verbindungen gleichzeitig
  • Anzeigesignale: LED singalisiert Verbindungs-, Gesprächs- und Anwendungsstatus
  • Adaptertaste: Wechsel zwischen Betriebsmodus und Pairing

 

Fazit:

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Für mich ein sehr gelungendes und durchdachtest Headset für alle Situationen. Durch das leichte wechseln von Ohrbügel auf Überkopfbügel, ist es idea für Leute die auch viel im Aussendienst sind. Sprachsqualität war immer 1a bei meinen Tests mit Mobiltelefon und Skype.

Der Preis liegt bei ca. 260€ – 270€ und ist angemessen für dieses Kommunikationswunder, am besten wäre es jedoch, wenn der Telefonhörer-Lifter noch mit beiliegen würde. Dann wäre es ein komplettes Set, welches sofort einsetzbar ist und auch leicht zu bestellen wäre, da bereits alles vorhanden ist, was benötigt wird.

 

Ein großes Danke auch noch an Jabra für die Bereitstellung des Testmusters. Vielen Dank.

Peter
Blogger at Mobtivity
I'm using multi-billion dollar satellites to find "tupperware" in bushes.
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